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Abendkirche Special

26.11.2017 (18:00)

 

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Allein zu Gottes Ruhm und Ehre!


Die drei Buchstaben ‚sdg‘ finden sich handschriftlich unter jeder Komposition Johann Sebastian Bachs (1685-1750). Und unter denen von manch anderem Komponisten des 17. Jahrhunderts auch. Sie stehen für ‚soli Deo gloria‘ - ‚allein zu Gottes Ruhm und Ehre‘. Manch einem schienen diese Buchstaben auf seinem Notenblatt sogar wichtiger als der eigene Name.

2003 erschien in Deutschland ein Buch, das schon mit seinem ersten Satz kristallklar konstatiert, worum es im Folgenden geht: „Es geht nicht um Sie. Es geht um … Gott“. So beginnt Rick Warrens „Leben mit Vision“, das auf der Bestsellerliste der New York Times über zwei Jahre lang die Sektion für gebundene Ratgeber anführte. Und auf jeder Seite findet sich dieser Satz zwischen den Zeilen wieder: ‚Es geht nicht um uns. Es geht um Gottes Ruhm und Ehre.‘ - „Leben mit Vision“ hat viel bewegt - weltweit in 40.000 und in mehr als 700 Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

‚Soli Deo Gloria‘ - ‚allein zu Gottes Ruhm und Ehre‘ war schon immer die elektrisierende Initialzündung für weitreichende reformatorische und missionarische Bewegungen.
Schon zu biblischen Zeiten. Im 6. Jahrhundert vor Christus gab der junge König Josia dem Gott Israels allein die Ehre, als er Glaube und Leben seines Landes nach Gottes Gebot und Weisung reformierte.
‚Zur höheren Ehre Gottes’ lautete Lebens- und Arbeitsmotto von Ignatius von Loyola (1491-1556), Begründer des Jesuiten-Ordens. Er initiierte eine starke missionarische Bewegung in der römisch-katholischen Kirche seiner Zeit.
Sein schweizerischer Zeitgenosse Johannes Calvin (1509-1564) wirkte in Genf und gehörte bereits der auf Luther (1483-1546) folgenden Generation von Reformatoren an. ‚Soli Deo gloria’ war Basis seines Glaubens und seiner Verkündigung. Und Sinn und Ziel des Lebens von Mensch und Gemeinde: ‚allein zu Gottes Ruhm und Ehre‘.

Und heute? - „Was bleibt vom Reformator?“ titelte die WELT in ihrem Leitartikel vom 27. Oktober 2017. Journalist Matthias Kamann schreibt dort von einem „unguten Gefühl“ am Ende der Reformationsdekade der EKD. Die „großen Gewinner der Lutherdekade“ seien die, „die in Museen strömen statt in Gottesdienste, die Bach-Kantaten schätzen und Predigten langweilig finden, die sich über theologische Positionen informieren, aber mit keiner identifizieren.“ Und im Umkehrschluss: „Verlierer sind diejenigen, die sich das Entzünden neuen Glaubensfeuers erhofften.“

Allerdings: Auch Luther ging es nicht zuerst um ‚neues Glaubensfeuer‘. Zunächst und vor allem ging es ihm darum, dass das, was Gott in und durch Jesus Christus tat und tut, wieder zum strahlenden Mittelpunkt in unseren Herzen und in Seiner Gemeinde wird.
Richtig: Das geschieht heute nicht automatisch durch „zahllose Konzerte mit Luthers Liedern“ oder „exzellente, viel gelesene Sachbücher“ und „lehrreiche Ausstellungen in bestens renovierten Reformationsgedenkstätten“. Das dient lediglich einem ‚Reformationsgedenken‘ - und mehr nicht. Und ‚Gedenken‘ - das liegt in der Natur der Sache - richtet sich auf Vergangenes und Totes.
Aber der Gott, dem ganz reformatorisch allein Ruhm und Ehre gelten sollen, ist nach Auskunft Seines Sohnes „nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden“ (Lukas 20,38). Und „Jesus Christus ist und bleibt derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8).

Wo heute und hier Reformation zu suchen und zu finden ist, darum geht es am kommenden Sonntag in der Abendkirche Bochum beim letzten Abend in unserer Reihe zum Reformationsjubiläum mit Christoph Wagner: ‚Soli Deo Gloria‘ auf der Spur - für Reformation in Aktion, Re-Formation der Herzen und des alltäglichen Lebens allein zu Gottes Ruhm und Ehre.

Unter dem Vorzeichen von Lobpreis und Anbetung steht auch die Musik des Abends. Sie erwartet ein starkes Programm der Gesangsformation CrossWayWorship - rund um Lobpreisleiter und Songwriter Till Matton - mit vielen bekannten deutschen und englischen Worshipsongs. Wir in der Abendkirche sind davon überzeugt: Gute geistliche Musik vermittelt weit mehr als angenehme Gefühle. Sie öffnet unsere Seelen und Herzen. Sie erschließt uns Gottes Gegenwart und leitet uns dahin, Gott die Ehre zu geben für das, was Er Großes für uns getan hat und tut.

Im Anschluss stellt sich unser AbendkircheBistro ganz auf Sie und die Gäste ein, die Sie gern zahlreich mitbringen dürfen. Im Kirchenfoyer halten wir alles für einen entspannten und geselligen Ausklang des Abends bereit - mit Kulinarischem aus mediterraner Küche. Wir freuen uns auf eine gute und gesegnete Zeit mit Ihnen in der Abendkirche Bochum!

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