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Abendkirche

25.06.2017 (18:00)


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Von Gottes Gastfreundschaft 


„Seid gastfrei untereinander ohne Murren!“ (1. Petrus 4,7), lautet eine Aufforderung, die der Apostel Petrus per Brief an seine Gemeinden in Kleinasien schickte. Und „gastfrei“ meint nicht, dass man sich das Haus von Gästen frei halten soll. Es bedeutet das genaue Gegenteil: Dass man sich Haus und alltägliches Leben eben gerade für Gäste frei halten soll.

Für Petrus und für viele andere damals war das nicht zuletzt auch eine missionarische Gelegenheit. Historiker, die sich mit der Frage beschäftigt haben, wie aus einer Gruppe von zwölf Leuten eine Bewegung werden konnte, die heute 2 Milliarden Menschen in christlichen Glaubensgemeinschaften weltweit umfasst, kommen zu einem ähnlichen Ergebnis.
Die ersten Christen waren zum Einen eine starke belastungsfähige Gemeinschaft mit tiefer Hingabe und Überzeugung. Zum Zweiten verstanden sie sich als Zeuginnen und Zeugen für die beste Botschaft dieser Erde. Und Drittens schließlich wissen wir aus der Geschichte der frühen Kirche, dass sie dem Leiden nicht auswichen. Sie standen in der Gewissheit, dass der eine Gott, an den sie glaubten, alle Widerwärtigkeiten und Nöte zum Guten wenden kann.
Und - auch das lehrt die Bibel und die frühe Geschichte der Kirche: Diese Gemeinschaft hat unter der Leitung des Heiligen Geistes eine menschlichere und hilfsbereitere Binnengesellschaft in ihren Gemeinden gestalten können, als die damalige antike Gesellschaft dazu in der Lage war. In der Nachfolge Jesu, das erlebten Menschen hautnah, lässt sich besser leben und sterben als ohne den Glauben an Jesus!

Wer die Apostelgeschichte weiter liest und sich ein wenig mit der historischen Umwelt der frühen Christenheit beschäftigt, wird feststellen, dass es in diesen Tagen keinen Mangel an verschiedensten religiösen Überzeugungen gab. Im Gegenteil: die unterschiedlichsten Kulte florierten und konkurrierten miteinander. Das mag u. a. auch an der Besatzungspolitik des römischen Imperiums gelegen haben. Ihre Soldaten wurden aus aller Herren Länder rekrutiert - und brachten natürlich alle ihre Religion oder ihren Kultus dorthin mit, wohin der Kaiser seine Heere schickte. Das war auch eine Form von Mission - aber nichts gegen die durchschlagende Kraft der christlichen Botschaft in dieser Zeit!
Und die zeigte sich gerade in den Tagen der ersten Christenverfolgungen. Wir lesen davon z. B. in Apostelgesichte 8,4ff.: „Diejenigen, die (durch Verfolgung und Anfeindung) zerstreut worden waren, zogen umher und verkündigten das Wort des Evangeliums“. So breitete sich die Botschaft von Jesus Christus auch geographisch aus. Neue Gemeinden gründeten sich im ganzen römischen Weltreich. Und: Christen verstanden sich untereinander als Schwester und Bruder - und das vollkommen unabhängig davon, ob man nun aus Spanien oder Palästina kam. Wer z. B. nach Persien reiste, durfte gewiss sein: Während der langen Reise kann ich auf die Gastfreundschaft der christlichen Gemeinden zählen. Dort finde ich immer einen Übernachtungsplatz und ein warmes Essen.

Das Thema der kommenden Abendkirche lautet „Gastfreundschaft“. Unser Referent und Prediger an diesem Abend kommt aus Dorsten. Dort ist er Pfarrer einer Gemeinde, die im vergangenen Januar plötzlich vor der Frage „Kirchenasyl für einen iranischen Christen?“ stand. Er schreibt uns:
„Aufgrund dieser Herausforderung und um die Gemeinde mit auf den Weg zu nehmen, habe ich mich auf Spurensuche nach dem Thema ‚Gastfreundschaft in der Bibel‘ begeben. Tatsächlich zieht sich dieses Thema wie ein roter Faden durch die Bibel - und hat seinen Ausgangspunkt bei der Gastfreundschaft Gottes, in deren Genuss alle Glaubenden kommen.“

Ein spannender Abend mit Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck aus Dorsten - und mit starken Gospeltiteln von WePraise feat. Nele Markstein. Aber Sie sind nicht nur zum Zuhören eingeladen. Auf dem Programm am kommenden Sonntag stehen auch bekannte Lobpreislieder - und damit eine herzliche Einladung an die Abendkirche-Gemeinde dieses Abends, gemeinsam in die Gegenwart Gottes einzutreten. Seien Sie dabei. Und bringen Sie Freunde und Gäste mit.
Nach dem Gottesdienst geht es gastfreundlich weiter: Sie erwartet unser AbendkircheBistro im Kirchenfoyer mit einem sommerfrischen Salatbuffet - und mit viel Raum und Zeit für Begegnungen, Fragen und gute Gespräche, die Sie und uns weiterbringen.

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